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Am selben Abend eröffnete die Ausstellung der Sozialtherapeutischen Abteilung: Unter der Frage „Was brauchst du, um durchzuhalten?” haben Inhaftierte mit Frau Rieke über lange Zeit und mit viel Geduld Pop-Art-Bilder gestaltet. Die ganze Woche geöffnet war auch ein Haftraum, den Inhaftierte mit Seelsorgerin Frau Josten und Diplompädagogin Frau Jung unter Schwarzlicht in leuchtenden Farben zum Motto gestaltet haben.

Im Kulturzentrum las Frau Brigitte Jünger aus ihrem Jugendroman „Der Mantel”, der Geschichte einer jungen Pariserin, die die Vergangenheit ihres jüdischen Nachbarn erkundet.

Um Erinnerung ging es auch am Donnerstag beim Workshop von Zweitzeugen e.V. Im Mittelpunkt stand die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer, deren Leben als Zeitstrahl auf dem Boden lag. Die Idee des Vereins: Wer diese Geschichten hört, kann sie weitererzählen und wird selbst zum „Zweitzeugen”.

In der Tischlerei schnitzten die Tischlerauszubildenden unter dem Titel „Art Work in Progress” die ganze Woche, angeleitet von Frau Zeisel und Herrn Schilde. Es entstanden Herzen, Kochlöffel und eine Hand, die aus einem Baumstamm wächst. Bei der Mitmachaktion griffen auch Bedienstete selbst zum Schnitzmesser.

Hinter dieser Woche steckt viel Arbeit, die meist im Hintergrund bleibt. Ein großer Dank geht an Frau Linneweber, die einen Großteil der Veranstaltungen organisiert hat, an Frau Langer, an Frau Eimler, Frau Rieke, Frau Josten, Frau Jung, Frau Zeisel und Herrn Schilde, an alle Bediensteten, die Gruppen begleitet und mit angepackt haben, an unsere Ehrenamtlichen und an die Gäste die zu uns gekommen sind.

Quelle (Text&Bilder): Alexander Kusch, JVA Wuppertal-Ronsdorf