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Unter dem Motto „Den Haftalltag hören, fühlen und erleben“ hatte die Berufsförderungsstätte zu einem besonderen Einblick in den Justizvollzugsalltag eingeladen.

An verschiedenen Stationen konnten die Gäste die Justizvollzugsanstalt mit unterschiedlichen Sinnen kennenlernen. Im Mittelpunkt stand der Hörsinn. Eine eigens erstellte Hörinstallation vermittelte typische Geräusche aus dem Haftalltag. Dabei galt es, die verschiedenen Geräusche zu erraten und den jeweiligen Bereichen des Haftalltags zuzuordnen. Auch der Tastsinn wurde angesprochen. Typische Gegenstände aus dem Haftalltag konnten ertastet und erraten werden. Bei einem Quiz galt es zudem, Begriffe aus dem Knastjargon zu erkennen. Ergänzt wurde das Angebot durch verschiedene Mitmachaktionen und Ausstellungsstücke aus den Ausbildungsbereichen der JVA, die von Inhaftierten gefertigt worden waren.

Für das leibliche Wohl sorgte die Anstaltsküche mit ihrer beliebten herzhaften Currywurst.

Ein besonderer Programmpunkt war die erstmalige Möglichkeit, einen kleinen Teil des Haftbereichs zu besichtigen. Neben Kooperationspartnern, Behörden aus dem Umfeld der Justizvollzugsanstalt und Anwohnerinnen und Anwohnern konnten erstmals auch Gefangene ihre Angehörigen zur Veranstaltung einladen.

Das gemeinsam mit Inhaftierten entwickelte und umgesetzte Projekt schuf Begegnungen und ermöglichte einen unmittelbaren, respektvollen Zugang zur Lebensrealität im Justizvollzug. Der Haftalltag wurde auf diese Weise nicht nur sichtbar, sondern im wahrsten Sinne des Wortes hörbar, fühlbar und erlebbar.

Quelle (Text&Bild): Alexander Auferkamp, Justizvollzugsanstalt Bochum-Langendreer