Im Rahmen der Knastkulturwoche 2026 erlebte die JVA Bielefeld-Senne eine literarische Premiere der besonderen Art. Der Autor Dominik Gröpper stellte vor rund 35 Besucherinnen und Besuchern seinen packenden Debütroman vor.
Es war alles andere als eine klassische Autorenlesung. Gröpper gestaltete den Abend als kurzweilige Performance und untermalte die Schlüsselszenen seines Werkes geschickt mit passenden Soundeffekten. Diese akustischen Akzente erzeugten im Raum eine dichte Atmosphäre, die das Publikum von der ersten Minute an fesselte. Lokalen Bezug erhielt die Geschichte durch den Schauplatz Paderborn, in dem die Handlung des Buchs verankert ist.
Neben den vorgelesenen Passagen gewährte der Autor exklusive Hintergrundinformationen zur Entstehung des Romans. Dabei verriet er, dass ihn unter anderem die Computer- und Pioniergeschichte rund um den Paderborner Unternehmer Heinz Nixdorf, der im vergangenen Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, maßgeblich zu der Story inspiriert hatte. Er berichtete nahbar von der Recherche, den ersten Ideen und dem Schreibprozess, der sich über mehrere Jahre hinzog.Die Mischung aus lebendigem Vortrag, technischer Inszenierung und dem offenen Dialog über das Schreiben stieß auf begeisterte Resonanz. Für die JVA Bielefeld-Senne setzte dieser Abend das Highlight im Programm der Knastkulturwoche, das den kulturellen Austausch auf kreative Weise förderte.
Quelle (Text&Bild): Christian Wegener, Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne







