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Schon im September wurden die Tische zusammengeschoben, alte Gesellschaftsspiele in die Mitte gelegt – und los ging das Werkeln. Für die einen war es ein rein intuitives Arbeiten, für die anderen dauerte es ein bisschen länger, bis sich eine Idee formte. Es wurde mal Kaffee getrunken und geredet, irgendwann begonnen und dann konsequent gearbeitet. Egal wie: Am Ende der Projektwoche waren die Werke fertig und auch die passenden Titel gefunden. Organisiert vom Pädagogischen Dienst der Anstalt, verließen die entstandenen Arbeiten schließlich die Mauern der JVA Bielefeld-Brackwede.

Bei der Ausstellungseröffnung zeigte sich das kunstinteressierte Publikum begeistert von der Originalität und der besonderen Bildsprache der Werke. Durch die Kooperation zwischen dem Verein Offene Ateliers und der JVA Bielefeld-Brackwede bekommen die Inhaftierten die Möglichkeit, sich künstlerisch auszudrücken und mit ihren Arbeiten nach außen zu treten. Durch diesen Brückenschlag von Drinnen und Draußen eröffnet die Ausstellung Menschen, die in ihrem Alltag normalerweise wenig oder gar nichts mit dem Justizvollzug zu tun haben, die Möglichkeit hinzuschauen und die Geschichten zu hören, die diese Werke erzählen.

Die Ausstellung Gesellschaftsspiel zeigt dabei eindrucksvoll den besonderen Wert von Kunst und Kultur im Justizvollzug und der Gesellschaft.

Quelle (Text&Bilder): Leoni Kuhnle, JVA Bielefeld.Brackwede