08.10.2026
Veranstaltungsort: JVA Bochum-Langendreer, Lütgendortmunder Hellweg 212, 44894 Bochum
Im Mittelpunkt steht der Hörsinn: Gemeinsam mit Inhaftierten werden typische Geräusche des Haftalltags aufgenommen – vom Öffnen der Haftraumtüren über Schritte auf den Fluren bis hin zu Werkstatt- oder Essensausgabegeräuschen. Die Klänge werden zu einer eindrucksvollen Hörinstallation aufbereitet, die Besucherinnen und Besucher in einen akustischen Parcours eintauchen lässt.
Ergänzend entstehen in den Werkstätten Ausstellungsstücke, die gemeinsam mit Inhaftierten entwickelt und gestaltet werden. Auch der Tastsinn spielt eine wichtige Rolle: Typische Gegenstände aus dem Haftalltag können ertastet und erraten werden – ein unmittelbares „Begreifen“ des Alltags hinter den Mauern.
Mitmachaktionen laden die Gäste ein, selbst aktiv zu werden und in den Dialog zu treten. Die Inhaftierten wirken dabei nicht nur kreativ mit, sondern unterstützen auch beim Aufbau und – im Rahmen der Möglichkeiten – bei der Durchführung des Projekts.
Abgerundet wird das Erlebnis durch eine Verpflegung aus der Anstaltsküche sowie durch die Möglichkeit zur Besichtigung des Anstaltsgeländes.
Das Projekt schafft Begegnung, fördert Perspektivwechsel und eröffnet einen neuen, sinnlichen Zugang zur Lebensrealität im Justizvollzug – hörbar, fühlbar und erlebbar.
Die Veranstaltung ist öffentlich, jedoch nur für geladene Gäste.







